FC Gherdeina

Geschichte des FC Gherdëina – Fußball in Gröden

Offizieller Rückblick auf den FC Gherdëina: Wichtige Etappen, prägende Persönlichkeiten und die sportliche Entwicklung des traditionsreichen Fußballvereins in Gröden.

Unsere Geschichte – Von der Dorfwiese bis in die Oberliga

Drei Jahrzehnte Leidenschaft, Zusammenhalt und Grödner Fußball.

Gröden ist ein Tal der Leidenschaft. Eine Leidenschaft für Berge, für Kultur, für Gemeinschaft – und seit mehr als drei Jahrzehnten auch für den Fußball. Der FC Gherdëina ist nicht einfach ein Fußballverein. Er ist ein Stück Grödner Identität, gewachsen aus dem Zusammenhalt zweier Dörfer, getragen von Hunderten von Ehrenamtlichen, Trainern, Spielern und Familien, die Jahr für Jahr alles geben.

1992

Ein Tal, eine Mannschaft
Am 18. Juni 1992 schrieben fußballbegeisterte Menschen aus Gröden Geschichte. In der „Stua Catores" in St. Ulrich beschlossen die Vorstände des F.C. Urtijëi/St. Ulrich und des A.C. Sëlva/Wolkenstein, ihre Kräfte zu bündeln und einen neuen Weg einzuschlagen. Der FC Gherdëina war geboren.
Männer der ersten Stunde wie Ivo Malsiner, Roman Senoner, Ulrich Insam, Werner Dejori, Robert Demetz und Alex Runggaldier legten den Grundstein. Die erste Saison 1992/93 ließ keine Zweifel aufkommen: Mit 39 von 40 möglichen Punkten wurde die Mannschaft unter Trainer Angelo Bellemo sensationeller Meister.

1998

Ganz Gröden unter einem Dach
1998 wurde der F.C. St. Christina in den Verein aufgenommen. Damit waren erstmals alle drei Grödner Dorfvereine vereint. Kurz darauf gelang sogar der Sprung in die 1. Amateurliga – ein erster Vorgeschmack auf das, was möglich ist, wenn ganz Gröden zusammenhält.

2002–2011

Die Jahre des Auf und Ab
Nach dem Abstieg in die unterste Amateurliga 2002/03 begann unter Trainer Patrick Perathoner ein zäher Wiederaufbau. 2005/06 gewann die Mannschaft das entscheidende Aufstiegsspiel gegen St. Lorenzen mit 1:0. In der Saison 2006/07 gelang unter dem Trainerduo Uli Insam und Roman Senoner sogar der Durchmarsch in die 1. Amateurliga.
Doch 2007/08 folgte der Abstieg in die 2. Amateurliga, ein Jahr später erneut in die 3. Liga. In der Saison 2009/10 formte das Trainergespann Perathoner, Ploner und Tiozzo eine eingeschworene Truppe und holte Platz 3 – der FCG wurde dank bester Fairnesswertung in die 2. Amateurliga aufgenommen. Doch 2011 folgte der nächste Abstieg in die 3. Liga.

2012

Frischer Wind: Der Umbruch im Vorstand
Im Frühjahr 2012 war es Zeit für einen tiefen Einschnitt. Mit Michael Platzgummer, Patrick Schwingshackl und Christof Rifesser kamen neue Gesichter, neue Ideen und ein klares Konzept. Weg von Provisorien, hin zu einer strukturierten, nachhaltigen Vereinsarbeit. Man investierte bewusst in einen erfahrenen Trainerstab und legte den Grundstein für das, was in den kommenden Jahren folgen sollte.

2014/15

Aufstieg in die 2. Amateurliga: Die ersten Früchte
In der Saison 2014/15 stieg der FC Gherdëina in die 2. Amateurliga auf – die Bestätigung, dass der Umbruch von 2012 die richtige Entscheidung gewesen war. Das neue Konzept griff, die Mannschaft wuchs zusammen, und ganz Gröden spürte: Hier geht etwas.

2015/16

Das Drama des knapp verpassten Aufstiegs
Was in dieser Saison passierte, werden alle, die dabei waren, nie vergessen. Am letzten Spieltag stand der FCG zur Halbzeit noch auf dem ersten Tabellenplatz. Der Aufstieg war zum Greifen nah. Doch am Ende reichte es nicht – in den zweiten Halbzeiten der Parallelspiele drehte das Schicksal.
Dieses Erlebnis schmerzte – aber es schweißte zusammen. Und es zeigte, wie nah man dem Ziel bereits war.

2016–2019

Ruhige Jahre mit Blick nach vorne
Nach der Aufregung von 2015/16 folgten ruhigere Jahre in der 2. Amateurliga. Hinter den Kulissen wurde weitergearbeitet: Jugendarbeit ausgebaut, einheimische Spieler behutsam entwickelt, der Verein Schritt für Schritt professionalisiert. Diese Phase war kein Stillstand – sie war die Vorbereitung auf das, was kommen sollte.

2020/21

Trotz Corona nie aufgehört
Die Pandemie bremste den Fußball weltweit aus. Doch der FC Gherdëina ließ sich nicht entmutigen: Videotraining, Jugend am Ball, Gemeinschaft zusammenhalten. In der Saison 2020/21 stand die erste Mannschaft an erster Stelle der Tabelle – dann kam der erneute Abbruch. Aber niemand verlor den Glauben.

2022

Aufstieg in die 1. Amateurliga
2022 schaffte die erste Mannschaft den Aufstieg in die 1. Amateurliga – mit einem Durchschnittsalter unter 24 Jahren. Einheimische Spieler, Grödner durch und durch. Genau das Konzept, das der Verein von Anfang an verfolgt hatte: Qualität aus dem eigenen Tal.

2023

Erstmals in der Landesliga – ein neues Kapitel
2023 stieg der FC Gherdëina erstmals in seiner Geschichte in die Landesliga auf. Mit dem neu gewählten Präsidenten Peter Rabanser und einem komplett erneuerten Ausschuss begann gleichzeitig eine neue Ära der Professionalität und klaren strategischen Ausrichtung.

2025

1. Juni 2025 – Der Tag, der Geschichte schrieb
Trient, 1. Juni 2025. Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Oberliga. Reguläre Spielzeit: unentschieden. Verlängerung: unentschieden. Elfmeterschießen. Jeder Schuss ein Herzschlag. Und am Ende: FC Gherdëina.

„Der FC Gherdëina ist die erste Oberliga-Mannschaft in der Geschichte des Grödner Tals."

Ganz Südtirol sprach über diesen Erfolg. Und das Schönste daran: Fast die gesamte Mannschaft wohnt in Gröden. Nur zwei Spieler kommen von außerhalb. Das ist kein Zufall – das ist das Ergebnis von Jahrzehnten konsequenter Jugendarbeit und dem unbedingten Glauben an das eigene Tal.

Meilensteine auf einen Blick

1992 Gründung durch Fusion von F.C. Urtijëi und A.C. Sëlva – Meistertitel in der ersten Saison

1998 Eingliederung des F.C. St. Christina – Aufstieg in die 1. Amateurliga

2006 Aufstiegssieg im Entscheidungsspiel gegen St. Lorenzen (1:0)

2007 Durchmarsch in die 1. Amateurliga unter Insam & Senoner

2012 Großer Vorstandsumbruch – neues Konzept, neue Strukturen, neue Ausrichtung

2015 Aufstieg in die 2. Amateurliga – erste Früchte des Neuanfangs

2016 Dramatisch verpasster Aufstieg – zur Halbzeit des letzten Spieltages noch auf Platz 1

2022 Aufstieg in die 1. Amateurliga mit junger, einheimischer Mannschaft

2023 Historischer Aufstieg in die Landesliga – neue Vereinsführung unter Präsident Peter Rabanser

2025 Aufstieg in die Oberliga – erster Oberligaverein in der Geschichte des Grödner Tals

Der FC Gherdëina ist heute mehr als ein Fußballverein. Er ist ein Begegnungsort für Familien, eine Schule des Lebens für Hunderte von Kindern und Jugendlichen – über 300 Mitglieder, 15 Jugendmannschaften, 35 Trainer und Betreuer.

Er bleibt, was er immer war: ein Stück Gröden. Für alle, die hier Wurzeln haben. Für alle, die einfach Fußball lieben.

Forza FC Gherdëina – gestern, heute und für immer! 🏔️⚽

 FC Gherdeina  FC Gherdeina  FC Gherdeina  FC Gherdeina  FC Gherdeina  FC Gherdeina